DIE LINKE Kandidaten für Landtagswahl 2021

 
Soziales während der Coronakrise

 

DIE LINKE im Kreis Böblingen zieht mit dem 36-Jährigen Betreuungsassistent Utz Mörbe und dem 69-Jährige Kapitän in Rente Robert Schacht in den Landtagswahlkampf. Dafür votierten die Parteimitglieder im Wahlkreis 5, Böblingen und im Wahlkreis 6, Leonberg am Samstag auf zwei Versammlungen im Arbeiterzentrum Böblingen. Als Ersatzkandidat*innen wählten die Versammlungen für Böblingen Daniela Grondey und Detlef Reppenhagen für Leonberg. 

Von Rechts nach Links im Bild Utz Mörbe, Robert Schacht und Detlef Reppenhagen. Daniela Grondey ist leider nicht im Bild.

Unter ungewohnten Bedingungen traf die LINKEN-Basis am Samstag im Arbeiterzentrum Böblingen zusammen. Aufgrund der Corona-Pandemie hatten sich die Aufstellungsversammlungen, die bereits im Frühjahr hätte stattfinden sollen, in den Juli verschoben. Die anwesenden Genoss*innen wählten unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln Utz Mörbe und Robert Schacht zu ihrem Kandidaten für die Landtagswahl im kommenden Jahr. Als Ersatzkandidat*innen wählten die Versammlungen für Böblingen Daniela Grondey und Detlef Reppenhagen für Leonberg. 

Die in Böblingen und Leonberg kandidieren vier LINKEN Decken mit ihrer Kandidatur verschiedene Politische Bereiche ab. 

Der Böblinger Erst-Kandidat Utz Mörbe legt seinen politischen Schwerpunkt auf den Bereich des erreichen einer Inklusive Gesellschaft. 

Er sagte bei der Aufstellungsversammlung “In der Bildung, in der Arbeitswelt und im Privaten stehen oft zwei Welten nebeneinander. Für die Mehrheit der Menschen sind die wichtigsten Hindernisse beseitigt, die Teilhabe ist möglich. Für eine Minderheit, für die mehr Hindernisse beseitigt werden müssen, vor allem für Menschen mit Behinderungen, wird eine Parallelwelt geschaffen, die zwar in Sondereinrichtungen bessere Bedingungen schafft, aber oft den Weg in die Mitte der Gesellschaft verwehrt.” Er fügte hinzu “Ich will im Falle eines Einzugs in den Landtag alles dafür tun, das diese Parallelwelt überflüssig gemacht wird, in dem die fördernden Maßnahmen bis hin zur persönlichen Assistenz in die “normalen” Betriebe, Bildungseinrichtungen und im Alltag für Menschen mit Behinderung nutzbar gemacht werden. Das gilt für Schulen, wie für Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) aber auch für barrierefreien Wohnraum.” 

Die Böblinger Ersatzkandidatin, die 46-Jährige Historikerin Daniela Grondey hat sich als Schwerpunkt die Verbesserung der Bildungspolitik in Baden-Württemberg auf die Fahnen geschrieben. 

In ihrer Vorstellungsrede sagte sie “Lehrermangel, marode Gebäude, mangelhafte digitale Ausstattung und ungleiche Chancenverteilung – das baden-württembergische Bildungssystem ist seit langem eine Großbaustelle.” Sie fügte hinzu “Darüber hinaus aber werden wir, unsere Kinder und Jugendlichen, Lehrer*innen und Eltern noch lange Zeit mit den gravierenden Auswirkungen der zurückliegenden Kita- und Schulschließungen zu kämpfen haben. Ich möchte mich auf Landesebene für eine deutlich bessere personelle und finanzielle Ausstattung unseres Bildungssystems einsetzen und gerechte Bildungschancen für unseren Nachwuchs einfordern.” Sie schloss ihre Vorstellung mit den Worten “Die Schüler*Innen von heute gestalten morgen unser Leben und unsere Gesellschaft mit. Das sollte uns unseren Einsatz wert sein!” ab.

Der Kandidat im Wahlkreis Leonberg, Robert Schacht setzt sich für Soziale Gerechtigkeit ein. 

Robert Schacht will im Wahlkampf das Augenmerk besonders auf die sozialen Belange der Wähler*innen richten. Er sagt “Die Corona-Pandemie hat uns verstärkt vor Augen geführt, wie wichtig der soziale Zusammenhalt einer Gesellschaft ist. Anhaltende Kurzarbeit hat zudem viele Haushalte in echte Finanzprobleme gebracht.” Weiterhin, so Schacht “will ich mich im Landtag dafür einsetzen, dass das Land hier endlich handelt-wir brauchen einen finanziellen Schutzschirm für die Menschen!” 

Als Leonberger Ersatzkandidat konnte der 61-Jährige Abfallberater Detlef Reppenhagen gewonnen werden.

Er sagt, “als studierter Physiker und Umweltberater ist mein politisches Hauptthema stets die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen.” Er ergänzt “Energieeinsparung, Effizienz und erneuerbare Energiequellen sollten für die Drosselung des Klimawandels das Hauptthema weltweit sein.” Als Gewerkschafter setzt er sich auch für mehr Gerechtigkeit am Arbeitsplatz ein.